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Der Rebbau im Jura und im angrenzenden Birstal ist eine Geschichte der Rückeroberung. In den Jahren 1960 gab es nur wenige Eigenversorger mit weniger als 500 m2 pro Besitzer, die Reben anpflanzten. Unter diesen muss man Fridolin Chételat in Montsevelier, das Bauerngut auf dem Mont sur Lucelle, die Bepflanzung mit Maréchal Foch in Riddes-dessus von Pierre Joray. Diese Versuche haben aber noch keinen Trend ausgelöst, aber zeigen das Interesse am Rebbau in der Region.

Im Jahr 1980 auf Initiative von Martin Buser wurde der Weinberg "Vigne de Montsevelier" angepflanzt. Es war der erste Versuch, der über die private Eigenversorgung hinaus ging. Danach wurde der Rebberg "Auf der Hart" in Zwingen durch Fredy Müller im Jahr 1984 gepflanzt. Dort wurden fast 3 ha zum Zweck der Bildung einer Lebensgrundlage und Weinverkauf gegründet. Erst Ende der 80-iger Jahre kam die Fläche des "Clos des Cantons" vom Centre Ajoie (heute VOLG) dazu, 1987 wurden die Parzellen gekauft. Anfang 2007 konnte Didier Fleury, der ehemals angestellte Winzer, die Rebberge dem Grossverteiler abkaufen und ist jetzt kann er endlich nach seinem Geschmack die Trauben und die Vermarktung pflegen. Der aller letzte im Bunde dieser Welle ist Valentin Blattner in Soyhières im Jahr 1991. Danach war das Eis gebrochen und einige andere Interessenten haben Neupflanzungen gemacht, so die "joyeux vignerons du Val Terbi" (Courcelon und Corban) mit der Sorte Regent, Vermes (Garanoir und Dunkelfelder), die Burger von Dittingen (Riesling x Sylvaner und Blauburgunder), etc. Die Reben von Liesberg wurden im Jahr 2000 zu wissenschaftlichen Zwecken auf Initiative von Martin Buser als Zusatzfläche für Montsevelier angelegt. Dort ist die Fläche nun auf 0.52 ha angewachsen.

In Vermes hat Thomas Dennert im 2001 Reben gepflanzt, Dunkelfelder und Garanoir. 2004 kam die erste Ernte von 180 Flaschen, im 2006 waren es schon 599. Die Anlage ist sehr gepflegt, jedoch besteht dort ein Kältesee im Winter, der Temperaturen von -22° erreicht oder unterschreitet und da gibt es ab und zu Ausfälle, weil es die Winterhärte von Garanoir und Dunkelfelder überschreitet. Diese mussten dann ersetzt werden, er hat Maréchal Foch angepflanzt. Eine schöne Umgebung !!!

Seit ca. 10 Jahren macht sich Aurèle Morf als Weinbauer in der Gegend bekannt, hat 2003 die Lehre als Winzer abgeschlossen und 2004 konnte er die Kellereien des ehemaligen Stifts Moutier mieten und umbauen. Durch das Jahr arbeitet er als Rebarbeiter auf einem grösseren Rebgut bei Mendrisio. Dort organisiert und verrichtet er alle Arbeiten, der Schnitt, die Laubarbeit bis zur Traubenlese. Er lässt sich den Lohn für seine immense Arbeit mit Trauben bezahlen. Diese Trauben werden nach Moutier gebracht, dort gekeltert, danach lässt er seine Weine in den Barriques reifen und organisiert den Abverkauf seiner Produkte ab seinem Lager in Moutier. Seit letztem Jahr mietet er auch den Luftschutzkeller von Crémines, wo er mittels eines grossen Ventilators die Trauben teiltrocknet. So stellt er einen Rotwein mit ca. 130° Oechsle her, der noch verrücktere Aromen als der Amarone enthält. Es ist einen Umweg wert, die Weine von Aurèle Morf zu degustieren, wobei all diese passionnierte Arbeit auch seinen Preis hat. Sie können sich mit ihm unter folgender Nummer in Verbindung setzen: 079 321 07 20

Seit 2005 bewirtschaftet Martin Buser auch 2 Parzellen (15 Aren) in Ötlingen (Weil am Rhein), die damals, zu Zeiten des Fürstbischofs Jakob Christoph Blarer von Wartensee um 1580 dem Fürstbistum gehörte. Es ist doch fast unglaublich, dass nach über 400 Jahren wieder die Weine aus Ötlingen den Weg nach Porrentruy (Pruntrut) finden, denn damals gingen doch gegen 500'000 Liter als "Zehnten" in die Keller des Schlosses von Pruntrut, Sitz des Fürstbischofs bis zur Teilung des Bistums in Wien anno 1815. Dieser Zehnte wurde mit Ochsenkarren und Pferdewagen über Pfirt (Ferrette) nach Porrentruy gebracht, eine Heidenarbeit, bewundernswert. So heisst dieser Wein auch "Der Zehnte vom Fürstbischof" also "La Dîme du Prince-Évêque", ein wunderbarer kräftiger trockener Chasselas, mit schönen sortentypischen Mandel- und Nussaromen (12.50 CHF / Flasche). Die Rebparzellen von Ötlingen befinden sich auf Lösslehm, ein wunderbarer tiefgründiger kalkreicher Boden und die Lagen sind SW mit ca. 15% Neigung auf knappen 300 m über Meer. Diese Reben sind früher als alle schweizer Rebparzellen, denn der Rebberg vom Riehener Schlipf am gleichen Berg (Tüllinger Hügel) sind die frühesten unseres Landes.

Zusätzlich wurden noch resistente Rebsorten in Ötlingen angepflanzt, die aber noch nicht im Ertragsstadium sind. Es sind Saphira und Solaris, somit ist garantiert, dass die Lesezeit sich verlängert und nicht zuviel auf einmal ansteht, da Solaris sehr früh (Anfang September), Chasselas mittel (Ende September) und Saphira später (Anfang Oktober) ihre volle Reife haben werden.

Didier Fleury ist der neue Winzer und Rebbauer von Buix JU (Clos des Cantons). Er hat im letzten November die 8.5 ha Rebanlagen, das Weinlager und auch den Maschinenpark abgekauft und ist nun endlich selbständig. Bei ihm spürt man, dass er nun endlich frei ist, selber zu entscheiden, denn fast 20 Jahre lang musste er der Direktion der Getreideproduzenten in Alle gehorchen. Nun hat er es selbst in der Hand und macht es wirklich gut. Seine Frau Monique macht die Buchhaltung, öffnet in nächster Zeit einen Dorfladen mit den Hausspezialitäten, denn als Mutter von 5 Kindern hat sie nun gute Unterstützung. Der Älteste erlernt Wein- und Obstbauer (die Fleury's besitzen noch 4 ha Damassine), der 2. ist Metzger und Koch, der dritte hat eine Kaninchenzucht, der 4. eine Geflügelfarm, nur das Nesthäckchen Lise ist noch nicht akti im Familienbetrieb. Vater Didier bearbeitet gesamthaft 20 ha, da hat er noch eine grosse Schafzucht, also der Mann ist beschäftigt. Es ist eine tolle Begegnung, ich wünsche ihm und seiner Familie viel Glück und dass ihre Wünsche in Erfüllung gehen. Hier seine Kontaktadresse: Didier Fleury Rue de l'Eglise 45 2942 Alle. Tél. 032 471 10 83 ou 079 407 71 12, Fax 032 471 31 91 ou E-Mail closdescantons@bluewin.ch

Neuestens gibt es auch noch 400 m2 Reben in Courtemautruy. Dort wird in manchen Jahren mit roten Trauben Sekt gekeltert. Edwin Tingley, Laborant, ist dafür verantwortlch.

8. Januar 2009 Da hatte ich das Glück den Lebensmitelinspektor des Kantons BL zu haben. Er hat die ganzen Produktionsschritte kontroliert und hat mich gratuliert für die tolle und saubere Kellerarbeit, die ich leiste. Ich freue mich, dass ein versierter Kenner mir eine so gute Note attestiert hat und werde sobald der schriftliche Bericht da ist, diesen hier zu publizieren !

1. Dezember 2008 Um das Endjahresrennen zu bremsen haben wir beschlossen, Fredy Müller Winzer von Zwingen und ich, eine kleine Reise in den Piemont zu machen, zum einen um Inoxfässer ab Fabrik zu kaufen, zum andern um die guten Slowfood Tempel zu besuchen, die guten Weine wie den Barolo, den Arneis, den Barbaresco, die Dolcettos, die Barberas ... und die schwarzen und weissen Trüffel zu kosten !
Hier, unsere jurassischen Weine sind in der Kälte, um die Weinsäure auszufällen, sie haben nun Zeit zum reifen ....

20. September 2008 Hier habe ich Ihnen den Degustationsbericht von Sigi Hundinger einkopiert. Ich finde ihn sehr interessant, auch den verwendeten Wortschatz dazu

Hallo zusammen,

ein ereignisreiches Wochenende in der Schweiz war am 26.Oktober zu vermelden, indem ich Martin Buser in Liesberg besuchte. Er hatte zu einem Weinfest eingeladen. Nun gibt es ja wirklich viele Weinfeste…

aber bisher keine, die fast nur mit PiWis (pilzwiderstandsfähige Weinsorten) bestritten werden.
http://www.vin-du-jura.ch
Martin Buser hat in aufwendiger Arbeit Rebensortimente mit ca. 70 Sorten angepflanzt, von denen viele völlig unbekannt sind und noch Zuchtnummern tragen. Einige sind auch von dem bekannten Schweizer Rebzüchter V.Blattner (Cabernet Jura 5 - 02), selbstverständlich auch vom Weinbauinstitut Freiburg (die bekannten roten Cabernet - Kreuzungen) sowie die klassischen Kuhlman - Hybriden Triomphe de Alsace, Marechal Foch ….usw.

Was konnte ich probieren?

Nun, fangen wir mit der Geisenheimer Sorte Saphira an. Zunächst sehr raubeinig und zurückhaltend im Glas, entwickelte sich der Wein zu dem besten, den ich von dieser Sorte je getrunken habe. Leicht rauchige Noten machten einer feinen Honignote und exotischen Früchten Platz. Die Höhenlage um 500 m muss sich da auch irgendwie niedergeschlagen haben - für die Fruchtigkeit auf jeden Fall positiv, da sich Saphira oft alkohollastig probiert.

Danach gab es einen Gewürztraminer - allerdings ein Cuveé aus Kreuzungen dieser Edelsorte mit Resistenzpartnern. Ebenfalls rauchige Noten, an Guajakholz erinnernd, und opulente Fülle an Birne, Ananas etc. erinnernde Aromen, jedoch keine Rose oder Muskat / Nelke - sehr interessant!

Weiter ging´s mit der Cuvée de Saint - Martin 2004 barriqué .
Hier zeigte sich die meisterliche Art der Weinerzeugung von Martin Buser, die der eingeführter Betriebe in nichts nachsteht: Reife Tannine bei ausreichend Säure, an das Bordelais und seine guten Cabenets erinnernd, vollreife rote Früchte, etwas reife Süßkirsche, Johannisbeeren - ein Genuss.

Der absolute Absch(l)uss war das tête - de - cuvée (Cuvée de Saint-Martin innovation) dieses Jahrgangs in der 0,375 l - Flasche - solch eine Dichtheit und enormer Gehalt an Extrakt zeigt, dass man aus PIWis Weine der Spitzenklasse erzeugen kann. 4 Wochen Maischekontaktzeit unter Luftabschluss im Immervolltank tun ein Übriges…

Das Weinfest wurde noch durch verschiedene Spezialitäten bereichert, wie einer selbstgemachten Terrine vom jungen Wildschwein (von Charly Marshall) und einen 18 Monate gelagerten Gruyère d'alpage AOC - Hartkäse, mit Gewurztraminer - Grappa affiniert - da schlägt das Herz ein wenig höher….

Am besten selbst einmal probieren, Fläschli gibt’s fast umsonst - will sagen, zu einem fairen Preis.


Mit freundlichen Grüßen

Siegfried Hundinger

Weinbauberater
Landratsamt Ludwigsburg
Fachbereich 27 Landwirtschaft
Auf dem Wasen 9
71640 Ludwigsburg
Tel.: 07141-144-4918, Fax -4995
Handy: 0175-58 31 339
email: siegfried.hundinger@landkreis-ludwigsburg.de

16. November 2008 Der "revira de la Saint-Martin", also die Wiederholung des Martinifestes eine Woche danach ist der letzte Zeitpunkt, um die Cuvée de Saint-Martin zusammenzustellen ! Also da waren wir wieder, eine Gruppe von befreundeten Winzern und haben zusammen aus den verschiedenen Cabernet Fässern die Cuvée zusammengestellt, so dass sie Ihnen lange im Keller und im Gaume Freude bereitet. Der Jahrgang 2007 ist sehr viel versprechend und hat alles zum grossen Wein, es braucht jetzt nur noch Zeit ... noch 3 Jahre !

12. November 2008 Das Martini-Fest in der Ajoie war ein Volltreffer dieses Jahr. Die Musik, die gute Kost und der Wein bei Charly Marshall in Porrentruy im Restaurant du Moulin, ein Geheimtipp ....
Dei Rotweine wurden nach 24 Tagen Maischegärung nun abgepresst, und sind sehr viel verdprechend ... gehen in ein paar Tagen in die Holzfässer für ein Jahr ...

26. Oktober 2008 Das 8. Winzerfest vom letzten Sonntag war ein Volltreffer !!! Was hab ich dem Herrgott getan, damit er mich so fest mit warmen sonnigen Wetter beglückte ? Zirka 100 Personen haben sich nach Liesberg deplaziert und was ganz speziell war, alle sind sehr lange geblieben, haben sich sehr wohl gefühlt und haben der gute Ernte gedankt !!! Ja, alles ist gut gediehen, so konntenb wir frische Maronni auf dem Holzfeuer geniessen (Jean-Luc Bochatay hat eine sogenannte "Brissolée" gemacht), der 18-monatige Greyerzer Alpenkäse AOC wurde angeschnitten, das Bio Rapsöl Extravergine kaltgepresst wurde verkostet, das Tritical-Vollkornmehl fand seine Abnehmer und auch Charly hat seine Délices vorgeführt (eine Terrine von jungen Wildschweinen) ...
Auch Gérard Kummer, der famose Pianist hat das seine dazu gegeben, damit das Fest so angenehm war !!!
ICH DANKE ALLEN , DIE GEKOMMEN SIND !!!

21. Oktober 2008 Die Traubenlese haben wir am Sonntag 19. bei wunderbarem Sonnenschein und 23° C Wärme beendet ... die letzten Saphira-Trauben wurden in Montsevelier mit 85° Oechsle gelesen, die Vogelnetze entfernt und danach haben wir noch von der Sonne zusammen mit den Freunden profitiert, um einen Apero mit dem letztjährigen Saphira-Wein zu geniessen ... ja, wir haben dieses Jahr alles in allem 5350 kg reife schöne Trauben geerntet !!! Jetzt denken wir nur noch an die Organisation des 8. Winzerfestes vom Sonntag 26.Oktober in Liesberg !!!

6. Oktober 2008 Sonntags habe ich alle Standorte und Reben kontrolliert. Die Lage ist differenziert anzusehen:
* Ötlingen ist in einem perfekten Zustand und die Trauben werden noch zulegen bis Ende Woche
* Montsevelier ist auch in einem perfekten Zustand, Gewürztraminer wird ein wenig durch die Amseln angefressen, Saphira reift schön heran und die roten sint perfekt, aber noch zu wenig süss (erst über 80° Oechsle)
* Liesberg unterhalb des Zufahrtsweges ist perfekt und alles ist sehr schön, hingegen hat der Frost hinten auf der Parzelle 1356 brav das Laub getrocknet, es fällt ab, so dass nicht mehr grosse Öchslesprünge zu erwarten sind.

1. Oktober 2008 Die Weinlese ist schon recht fortgeschritten und das Lesegut präsentiert sich von der besten Seite. In Montsevelier am 26. September haben wir 2 Sorten gelesen, eine resistente Gewürztraminer Kreutzung von 250 kg mit 84° Oechsle, eine andere aromatische resistente Deutsche Sorte mit 93° (270 kg). Samstag ernteten wir eine Sauvignon blanc Kreutzung 32-07 von 400 kg mit 94° Oechsle. Das sind doch Rsultate, die sich sehen lassen, fast soviel wie im Rekordjahr 2007.

25. September 2008 Die Lese hat begonnen ! Frühreife aromatische Sorten (100 kg) wie Siegerrebe, Birstalermuskat, resistente Gewürztraminer mit 80° Oechsle wurden am 16. September gelesen, dann 800 kg Gutedel à 76° der Dîme des princes-évêques von Ötlingen. Ich kann erleichtert feststellen, dass die Trauben schnell und gut reifen und der Frühreifvom 17. und 24. September haben den Trauben keinen Schaden zugefügt. Dieses Wochenende werden gewisse resistente Sauvignons blancs in Liesberg, Solaris und die resistenten Gewürztraminers in Montsevelier gelesen.
Der neue Pressraum in Liesberg konnte zeitig eingeweiht werden, die neue pneumatische Traubenpresse hat einen guten Wirkungsgrad gezeigt, die Trauben sanft gepresst, eine schöne Investition !!!

17. September 2008 Heute morgen war im Birstal einen frühen Bodenfrost zu verzeichnen, wobei es aber nicht sicher ist, ob die Rebanlagen davon betroffen wurden. Ich muss das Verhalten der Reben gut beobachten, denn die Roten haben noch viele Assimilationstage nötig, da die Öchslegrade noch sehr tief sind (im Schnitt bei 70°)

2. September 2008 Dieser Tag ist ganz im Sinne der Weiterbildung verbucht. Am Morgen geht es in die neuen Anlagen und wissenschaftlichen Studien auf dem Blankenhorn's Berg und am Nachmittag werden die Weine aus den neuen PIWI-Züchtungen verkostet ! Wunderschön ist es in dieser oberrheinischen Tiefebene zwischen Schwarzwald und Vogesen, auf diesen erloschenen Vulkanen am Kaiserstuhl  ...

28. August 2008 In der Tageszeitung "Le Quotidien jurassien" von heute Morgen hat Didier Fleury über die zuständige Journalistion Werbung für seine "Cuvée de la Saint-Martin" gemacht ohne sich um die Urheberrechte dieser Marke zu kümmern. Natürlich habe ich schon dazumal Ende 2000 - Anfang 2001 diese Marke "Cuvée de Saint-Martin" registrieren lassen. Dies ging nicht ganz ohne, denn es gibt ja ein Weinbaudorf im Wallis mit dem Namen Saint-Martin und eine andere in der Pfalz Sankt Martin. Die Marke konnte nach der Publikation ohne wenn und aber auf meinen Namen eingetragen werden und kann jeweils um 10 Jahre verlängert werden !!! Mit dem Verursacher habe ich eine Korrektur der Aussage in der Tageszeitung vereinbart und eine Präsentation meiner Weine unter dem Namen "Cuvée de Saint-Martin"  !!!

26. August 2008 Die Vogelnetze wurden in Liesberg auf beiden Parzellen installiert, denn es scheint, dass die Vögel dieses Jahr wieder speziell gefräsig sind !

19. August 2008 Das eidgenössische Departement des Äusseren unter der Leitung von Bundesrätin Micheline Calmy-Rey ist für ihren jährlichen Ausdlug nach Porrentruy gereist. Dort haben sie bei Charly im Restaurant du Moulin gespiesen und zur gesammten Zufriedenheit auch meine Weinee aus Montsevelier und die Cuvée de Saint-Martin 2004 verkostet und gerühmt !!!

11. August 2008 Ja, das Jahr 2008 trügt, denn alle Leute meinen es sei ein nasses Jahr, dem ist gar nicht so, denn in den letzten 60 Tagen sind in Liesberg und Montsevelier keine 15 mm Niederschlag gefallen und zur Zeit pumpe ich tausende von Litern Wasser durch mein Tropfsystem !!! Im Jura, in diesen Karstsystemen verschwindet das Wasser so schnell ...

3. August 2008 Die Reben befinden sich in einem perfekten Zustand und tragen nicht schlecht !!Wenn es so weitergeht, dann ist eine toll Ernte vor der Tür ...
Wenn Ihr mal in Porrentruy vorbei geht und dort sehr gut essen möchtet, zudem noch meine Weine für die Begleitung haben möchtet, dann ab ins Restaurant du Moulin bei der "Porte de France", dort wird ihnen Charly seine "délices" vorführen !!!

23. Juli 2008 Dieser Sommer ist sehr ausgeglichen, ein wenig Niederschlag und trotzdem Wärme und Sonne ... ich glaube es wird ein guter Weinjahrgang !!! Ich freue mich auf diesen Herbst ! Auf eine tolle Feundschaft

Trotz des starken Sporendruckes seitens des echten und des falschen (Peronospora) Mehltaus haben die PIWI-Sorten, die ich momentand teste (ca.60 Rebsorten) noch keine Anzeichen eines Befalles, obwohl ich überhaupt noch keinen einzigen Einsatz von Chemie gemacht habe. Andere Produzenten mit traditionelles Sorten beklagen sich, dass trotz massivem Einsatz von Spritzmitteln Verluste hinzunehmen sind !

1. Juli 2008: Die Rebenblüte ist vorbei und glücklicherweise war es sehr warm und trocken, so dass keine Verrieselung stattgefunden hat. Die Trauben sind jetzt im Perlenstadium und der Behang ist gut, wir dürfen eine gute Ernte erwarten. Jedoch ist sowohl in Montsevelier, Liesberg wie in Ötlingen ein Regendefizit zu vermerken. In Liesberg sid permanente Traopfanlagen montiert und ich habe schon über 30'000 Liter Wasser hochgepumpt, in Montsevelier werde ich es heute mittels Druckfass tun und in Ötlingen werden nur die Jungrebenanlagen bewässert, da der Boden dort so tiefgründig ist. Die Reben können nur von der Sonne profitieren, wenn sie nicht im Trockenstress sind !

9. Juni 2008: Zum Glück hat es doch mal noch ein wenig geregnet, obwohl das Wetter immer feucht war, denn der Boden war sehr trocken. Jetzt wächst alles zum Himmel und wir holen trotz der kühleren Temperaturen ein wenig auf ...

übrigens habe ich die Laborresultate der 2007ner Weine erhalten ... alles Spitzen-Alkohol-Werte:

Saphira Montsevelier 2007 mit 13.5° Vol.
Cuvée blanche Sauvignons Liesberg mit 13.6° Vol.
Cuvée Gewürztraminer mit 12.2° Vol.
Dîme du Prince-Évêque Gutedel von Ötlingen 11° Vol.
Cuvée de Saint-Martin 2005 13° Vol.

Morgen ist ein grosser Tag: 19. Mai 2008 werden alle weissen Weine 2007 und alle roten 2005 abgefüllt. Der Lastwagen wird um 8:00 morgens kommen und wir werden stark arbeiten und danach feiern ... denn die 2007ner sind wunderbar !!! hoffentlich wird das Wetter mitspielen !!

Ja, im Kanton Basel-Land ist nun doch eine Verordnung für eine AOC unterwegs. Es wurde wie so oft nicht nach der Befindlichkeit der Betroffenen gefragt, eine Vernehmlassung wurde nicht durchgeführt. Der Ebenrain scheint im Alleingang einen zusätzlichen Bürotiger gebären zu wollen. Was bedeutet eigentlich AOC ? Ganz einfach: mit einem kontrollierten Ursprung der Trauben soll ein Wein gekeltert werden, der diesen Ursprung im Glas und auf der Etikette bezeugt ! Schon heute ist es den Lesekontrolleuren nicht möglich, lückenlos den Ursprung zu bestimmen, denn sonst wäre es ja nicht möglich, Garanoir und RxS im Wein von Soyhières zu finden, obwohl dort keine solche Rebsorten angepflanzt sind ... In diesem Zusammenhang habe ich mit meinen Kunden eine andere Strategie gefahren: alle Kunden und Interessierte dürfen helfen beim Lesen, beim Pressen, beim Keltern, beim Abfüllen und beim Etikettieren, so dass jeder weiss aus eigener Erfgahrung, was er bei mir kaufen und trinken kann. So gesehen brauche ich keine zusätzliche AOC-Bürokratie. Was auch noch so toll ist, der Kanton Jura macht es sehr beispielhaft, er hat alle Rebbauern mit Katasterrebflächen für eine Vernehmlassung angefragt. Aber BL kooperiert nicht mit dem Jura, Ebenrain ist allein seelig !!!

14. April 2008 Ja, die swisscom ... hat mit dem Logowechsel und der Einführung des neuen Login's bewirkt, dass mein Zugang zum Gestaltungssystem der Internetseite verweigert wurde .. also dann: Was ist zwischenzeitlich gelaufen?
4. jetzt bin ich zurück in alter Form und widme mich wieder den Weinen und den Reben !!!!
3. am 2. April bin ich noch nach Mallorca in die Orchideen gepilgert
2. am 13. März bin ich nach Rhodos in die Orchideen geflogen ...
1. am 11. März habe ich die Parzellen von Ötlingen kaufen können und dies ist für mich eine ganz tolle Sache ...

Ophrys
balearica
(Cala Millor
Mallorca
3.4.2008)

Ophrys
regis-
ferdinandii
(Laerma
Rhodos
18.3.2008)

Am 7. März 2008 haben wir die neue Anlage von 15 Aren auf der Parzelle 1351 in Liesberg mit 780 Reben aus 10 verschiedenen PIWI-Sorten aus dem Forschungsinstitut aus Freiburg im Breisgau, weisse und schwarze, aber auch Tafeltrauben. Die Pflanzung ist 2007 erfolgt und jetzt wurden die Pfähle (275 cm P5 Reisinger Alsace) gesetzt, Bewässerung mittels Tropfsystem (2 l pro Stunde) und die Drähte (6 paarige Drähte, 1 Träger, 3 Paare wobei 2 an Inox-Auslegern etc.) wurden gespannt. An gewissen Stellen kamen wir auf das Gestein und hatten grosse Mühe die Pfähle 75 cm einzurammen. Es ist die modernste Anlage mit allen Prozesserleichterungen für den Anbau, wir hoffen nun, dass auch die Umweltfaktoren weiterhin optimal dem Rebbau helfen.

Am 6. März 2008 hat das Konzert der Gruppe  SIMILI in Laufen im Kulturforum stattgefunden. Diese Musik fasziniert mich seit langem, da als Jurassier und Frankophoner Südfrankreich und das Mediterrane sehr fest anzieht, diese Okzitanen Lieder sind ein Balsam auf dem Herzen .... und zudem sind die Mitglieder der Gruppe (Marc Hänsenberger, Julie Dupasquier und Line Loddo) aktive Konsumenten der "Cuvée de Saint-Martin" von Montsevelier und Liesberg ....

hier ein schönes Bild vom Abend auf der Szene !!!

22. Februar 2008 Gestern hatte es nach 2 monatiger Trockenperiode endlich wieder mal paar Tropfen geregnet ... wie soll es nur so weitergehen mit dem Klimawandel ?

Am 9. Februar 2008 wurde durch einen guten Koch eine Einladung mit Festmenu gemacht: vegetarische Kochkunst und Cembalo, dazu die Weine von Montsevelier und natürlich der "Cuvée de Saint-Martin 2003", eine wunderbare Association und dies in den alten historischen Räumen der Druckerei in der St. Johann-Vorstadt.... nächste Gelegenheit werde ich grösser Bekannt machen !!! sehen sie wie es war:

31. Januar 2008 Schon haben wir den Rebschnitt auf der gesamten ha in Liesberg, Montsevelier und in Ötlingen abgeschlossen. Das Wetter war ja so wunderbar !!!! Jetzt kann es langsam Frühling werden und wir sind bereit für's neue Jahr !!!

Schon am 30. Dezember 2007 haben wir mit dem Rebenschnitt und anbinden in Liesberg fertig gemacht. In Ötlingen sind wir schon bei 40% und seit dem sind wir jede schöne Minute in Montsevelier, wo wir auch schon 40% geschnitten und angebunden haben. Bald können wir uns anderem widmen !!!

22. Dezember 2007 Die Festtage stehen schon bevor.  Feiern wir sie in der Familie. Suchen wir nicht die Unterschiede, nicht das was uns trennt, soindern was uns vereint. Schauen wir nicht auf das was uns ärgert, sondern was uns freut. Nutzen wir diese Familienkontakte, um uns wohl zu fühlen, lassen wir uns nicht erdrücken. Den guten Wein trinken wir im Masse, geniessen wir ihn und übertreiben wir nichts so dass diese Feste auch wieder mal Balsam auf unsere Beziehungen ist! All meinen Weinfreunden wünsche ich hiermit frohe Festtage und eine gute Gesundheit für 2008 !!!

11. November 2007 Es ist Sankt-Martins Tag und im Jura, speziell in der Ajoie wird gefeiert. Ein richtiges Erntedankfest, wo alle Pachtzinsen bezahlt werden ...

28. Oktober 2007 am Abend Das 7. Winzerfest war ein Vollefolg in jeglicher Hinsicht: das Wtter war warm und sonnig, das grosse Publikum (mehr als 200 Personen) auch, die Stimmung auch, die Musik war sehr mitreissend ... so dass nebst dem Pianisten Gérard Kummer auch noch ein Startenor (Pierre Rossi) sich zu schönen Arien von bekannten Opern hinreissen liess ...

so gegen 14:30 wurde der Käselaib (Gruyère d'alpage AOC von Charmey) aufgeschnitten, ein spektaklärer Moment. Auch war es ein Krafttraining, denn so ein 17 Monate alter Käse aufschneiden ist auch Arbeit ...

28. Oktober 2007 am Morgen Schon ist es wieder Winterzeit und wir haben eine Stunde "gewonnen". Und heute ist das Wetter so wunderbar, die Sonne scheint schon seit dem frühen Morgen, gerade schön für das Winzerfest! Gerard Kummer wird uns auf seinem Klavier musikalisch begleiten, der Käse wird aufgeschnitten (ein Gryère d'alpage AOC von Charmey am Jaun-Pass), dazu wird es Vollkornbrot aus dem eigenen biologischen Tritical-Vollmehl geben, begleitet von guten Wein, das wird munden und eine gute Stimmung geben ... wir freuen uns auf diesen schönen Tag in der Gemeinamkeit.

16. Oktober 2007 Die Ernte des roten Goldes (Safran: Crocus sativus) in Liesberg hat genau am 1. Oktober angefangen. Am Abend vorher konnte man noch nichts sehen und am Morgen haben schon 67 Blüten den Kopf herausgestreckt. Seither wurden täglich etwa soviel gerntet und dies dauert bis etwa Ende Oktober, dann ist fertig und die Blätter kommen zum Vorschein. Jede Blüte hat 3 Stempelfäden und für 1 Gramm Safran benötigt man 120 Blüten. Die Qualität des in Liesberg erzeugten Safran ist demjenigen von Mund VS ebenbürtig. Der Ursprung der Knolle ist von Palma de Mallorca, von dort wurden die Ziebeln von Liesberg urspünglich importiert vor 7 Jahren. Seither gedeihen und vermehren sich diese Safranknollen stark. Die Knollen sind in 20 - 25 cm Tiefe gesetzt, so dass wenn die Blätter Ende Mai oder Juni austrocknen, eine Zwischenkultur (Kefen und Buschbohnen) gesäht werden kann. Anfang September werden die Beete geräumt, damit der Safran wieder seinen Platz zum blühen hat.

12. Oktober 2007 Eine Nachlese von Gewürztraminern hat unglaubliche 131° Oechsle ergeben, ist das nicht fantastisch? Die Netze sind verräumt, das Gras nochmals gemulcht und schon laufen die Vorbereitungen für das Winzerfest 2007 ...

2. Oktober 2007 Die Traubenlese ist zu Ende, die letzten weissen Trauben von Montsevelier, Saphira, wurden mit 89° Oechsle hereingenommen. Tags zuvor die Roten von Liesberg im Schnitt mit 94°. Also insgesammt war die Menge und die Qualität unübertrefflich. Alles ist jetzt in der Gärphase. Jetzt kann das 7. Winzerfest, das am 28. Oktober stattfindet so richtig vorbereitet werden!!!

30. September 2007 Die Traubenlese geht in die Endphase, schon 4.5 Tonnen sind im Trockenen und die Öchslewerte schlagen Rekorde: Sauvignon blancs in Liesberg 85°, Gewürztraminer in Montsevelier 88°, Cabernets in Liesberg 94°, unglaublich !!! Noch nie hatte ich das Glück, eine slche Ernte zu erleben, in Sachen Reife der Trauben, in Sachen Gesundheit der Trauben (keine einzige faule Beere) und auch in Sachen Quantität !!! Ein wahrliches Rekordjahr und auch sehr früh, denn am 2. Oktober werden wir fertig sein mit allen "späten" Sorten.

25. September 2007 Sonntag und Montag waren super warm und schön, so konnten wir nochmals eine Tonne herbsten, so sind wir bei ganzen 2500 kg wunderschöne saubere gesunde Trauben ! Hoffentlich geht es so weiter ...

17. September 2007 Freitags den 14 haben wir 450 kg Gutedel aus Ötlingen gelesen mit 74° Oechsle (eine Vorlese), am Samstag, den 15. waren es 300 kg Sauvignons blancs PIWI mit 82° in Liesberg und Sonntag den 16. 100 kg Muskat PIWI mit 104°, erstaunlich schöne Werte. Am Montag haben wir zusammen mit Olivier Schafter von Restauant La Croix in Delémont noch 400 kg Cuvée Gewürztraminer Trauben in Montsevelier gelesen.

14. September 2007 Die Lese hat am 9.9.2007 um 9 Uhr 9 begonnen, dies in Montsevelier mit den frühreifen Sorten der Cuvée Gewürztraminer, die hatten erstaunliche 88° Oechsle, dann am 10. einen kleinen Teil der Gutedel (Chasselas) von Ötlingen mit 74°. Heute Freitag gehen wir zu dritt, Paul Hammel Liesberg, Dominik Lehmann (www.insachenwein.ch) und ich und haben die absicht so 600 kg in 3 Stunden zu lesen (immer noch eine Vorlese).

7. September 2007 Alle Wein- und Kunstfreunde können sich jetzt freuen und sind herzlich eingeladen an der Degustation und Ausstellung im Lohnhof 9 in Basel am Samstag 8.9. und Sonntag 9.9. von 11.00 bis 19.00. Kommt doch, ihr werdet dort in schöner Ambiance kompetent eingeführt in die Thematik Bio-Weine und PIWI-Sorten, Thema Einsatz von Pestiziden auch im Bio-Anbau, Kelterungsmethoden etc.

1. September 2007 Heute ist ein spezieller Tag: Die Jurte wurde in eBay verkauft, weil die Behörden für ein Nomadenzelt eine Baubewilligung verlangten, welch ein Irrsinn. Der neue Besitzer holt sie heute mit einem Mongolenfreund ab. Abends ist das Quartierfest in Liesberg, wo wir dann reichlich Zeit haben, den eigenen Wein zu trinken ...

30. Auguste 2007 Jedesmal, wenn es 3 Tage sonnig war, müssen wir wieder 100 mm Niederschlag über uns ergehen lassen ... wie lange werden es die Traubenhäute noch aushalte, dass sie nicht platzen? Das ist echter Stress momentan, denn man kann nichts dagegen und muss dem Meteospektakel zuschauen !! Momentan sind die Trauben noch wunderschön, sie sind in einem perfekten Gesundheitszustand !!! hoffentlich bleibt das noch so

21. August 2007 Der Regen lässt die Beeren aufquellen und ich könnte mir vorstellen, dass wenn es noch lange so weitergeht, dann platzen sie auf. Es st ein schwieriges Jahr, auch die Wespen tun sich gütlich an den Trauben und fressen sich durch den Rebberg ... jetzt wenigstens ist überall das Vogelnez gespannt, wenigstens sind diese Fresser auf Distanz.

9. August 2007 Der anhaltende Regen hat die Birs über die Ufer gebracht, jedoch beeinträchtigt dies die Reben noch nicht. Der Reifegrad ist schon sehr fortgeschritten, der Farbumschlag ist schon fast vollzogen, so mussten schon die Vogelnetze montiert werden, da diese sehr gefräsig sich verhalten. Fäulnis ist bei PIWI-Sorten eher selten zu beobachten, da diese gegen Botrytis mehrheitlich resistent sind, jedenfalls die 49 PIWI-Rebsorten, die momentan in der Abklärung sind. Solaris hat in Montsevelier zwischen 75° und 95° Oechsle, Chasselas in Ötlingen auch schon 65°, die andern Weissen auch 65° und die Roten in Liesberg und Montsevelier um 50°. Dies bedeutet, dass die Lese schon Ende August beginnen wird für die frühen PIWI-Sorten (Pilz-Widerstand) und Chasselas, Anfang September für die mittleren und Ende September für die Roten. Es wird der früherste geschichtlich dokumentierte Lesetermin in der Gegend sein !! mit ca 4 Wochen Vorsprung !

28. Juli 2007 Unglaublich dieser Vorsprung: Im April waren es 5 Wochen, jetzt sind es noch immer gute 3 Wochen, denn der Farbumschlag ist schon eingeleitet seit dem 26. Juli (letztes Jahr waren es der 8. August), sowohl in Liesberg wie in Montsevelier, in Ötlingen ist es schon vollzogen bei allen Rebsorten, dort könnte man den Gutedel schon als Tafeltraube ernten, denn er hat über 45° Öchsle. Eine Probe dr Sauvignon blanc in Liesberg hat 63° ergeben, unglaublich, also Weinlese ab dem 15. August ...

17. Juli 2007 Ja, jetzt ist schon das Korn im Trockenen. Das Tritical-Feld konnte geerntet werden und die Produktivität ist schön: 45 kg pro Are. Bedenkt man, dass die Fläche weder gedüngt, weder Kunstdünger, Mist noch Jauche, aber auch nicht Chemie verwendet wurde, so ist das Resultat ansprechend. Jetzt kann bald zum Naturwein auch Naturbrot verkostet werden. Es wird beabsichtigt, dass das Mehl in Kleinportionen + - 10 kg) jeweils frisch gemahlen und verkauft wird.

7. Juli 2007 Nachdem alle Reben nun schön gepflegt sind, sowohl in Montsevelier, in Ötlingen und in Liesberg, da kann man auch den schönen Sommerabend geniessen. So hatten wir das Glück einen Grillabend mit Didier Fleury zu geniessen. Er ist der neue Winzer und Rebbauer von Buix JU. Er hat im letzten November die 8.5 ha Rebanlagen, das Weinlager und auch den Maschinenpark abgekauft und ist nun endlich selbständig. Es ist immer eine besondere Freude, wenn man seine Liebe zum Wein mit einem anderen Profi teilen kann, da entstehen die besten Ideen. Der Abend war auch wunderschön warm, so konnten wir bis in den frühen Morgen begleitet durch feine Weine zusammen fachsimpeln .... eine tolle Begegnung, ich wünsche ihm Glück und dass seine Wünsche in Erfüllung gehen.

4. Juli 2007 Die andauernde Regnerei beeinträchtigt die Reben nicht. Die Reben von Montsevelier und Ötlingen haben 4 - 5 Wochen vorsprung auf ein Normaljahr, Liesberg nach 2-maligem Hagelschaden nur noch wenige Tage, denn der Hagel bedeutet immer ein Rückschritt der Entwicklung.

23. Juni 2007 Weinfest bei Thomas Dennert in Vermes. Viel interessierte Kunden kamen und die 599 Flaschen Rotwein von 2006 wurden alle an die Privatkunden ausverkauft. Nicht nur der Wein fand einen rasanten Absatz, sonder auch sein Haus-Salami, sein Käse und das Holzofen Brot. Das gemütliche Zusammensein wurde noch bereichert durch eine kompetente Beratun der 4 anwesenden Winzer (Thomas Dennert, Fredi Müller, Paul Hammel et Martin Buser)  und das gerade unter dem Rebberg in Vermes von Thomas Dennert, eine wunderbare Umgebung, seht selbs wie es war anhand der Foto hier unten:

20. Juni 2007 Morgen ist schon der längste Tag des Jahres und wir leben nun schon seit 2 Monaten eine flache Druckperiode über Mitteleuropa, die Rekordverdächtig ist. Dies bringt uns sukzessive neue Gewitter begleitet von Hagelepisoden, leider hat es am 18. Mai auch Liesberg getroffen. Für die Freunde des guten Weins aus dem Jura gibt es nun auch die Möglichkeit, diesen Wein (Gewürztraminer 2006 von Montsevelier, Dîme du Prince-Évêque Chasselas 2006 und die Cuvée de Saint-Martin 2003 rouge barriqué) exklusiv in Delémont im Restaurant "La Croix blanche" auf dem Marktplatz 10 bei Olivier Schaffter (www.lacroix-blanche.ch) zu geniessen. Also santé und guten Appetit bei seinen Spezialitäten !!!

8. Juni 2007: Alle Rebparzellen (Montsevelier, Liesberg und Ötlingen) sind jetzt in einem perfekten Zustand, gemäht: Unterstock gemäht, gemulcht, eingefädelt etc. In Ötlingen sind die Triebe weit über dem obersten Drahtpaar und müssen geschnitten werden, in Montsevelier auch, jedoch in Liesberg hat der Hagel vom 18. Mai die Reben um 3 Wochen zurückversetzt, die Triebe machen jetzt erst einen Ersatz- bzw einen Geiztrieb. Jetzt bleibt uns nur noch den Sommer abzuwarten ... und die Kunden, welche eine Reservation gemacht haben, werden jetzt beliefert !!

3. Juni 2007: Grillkurs am Sonntag, den 3. Juni. 30 Mitglieder von Verkauf Schweiz aus dem Jura haben einen Grillkurs organisiert. Grillmeister Claude Meusy von der Bell AG hat allen gezeigt, worauf es ankommt, um optimal zu grillieren. Schon am Morgen um 10 sind dieGäste gekommen. Nach einem Rundgang in den Reben, einer Einführung in den Rebbau und die Kellertechnik und einer Degustation der weissen Weine, hat der praktische Teil des Grillkurses angefangen. Mit altem Rebholz auf Steilnplatten wurden die feinsten Fleischpartien kunstvoll gegrillt. Das Bio-Salatbuffet und das frische Bio-Brot mit dem köstlichen Rotwein (Cuvée de Saint-Martin 2003) haben den Schmaus vollendet. Die gute Laune war auch von der Partie. Zum Kaffee gab es noch die guten Destillate (Himbeer, Quitten, Haus-Cognac etc.) und die Stimmung war so gut, dass einige Teilnehmer sogar ihre Instrumente ausgepackt haben und gemeinsam musiziert haben. Eine wunderschöner Sonntag !!! gerne wieder ...

21.5.2007 An dem Tag war Abfülltag .... und schon um halb 8 morgens fühlte ich, dass etwas nicht stimmen konnte, da der Chauffeur des Lastwagens nicht den Anruf entgegennahm. Nach meinen Abklärungen im Logistikbüro habe ich feststellen müssen, dass obwohl ich eine Bestätigung der Firma erhielt, mein Rendez-Vous nicht in die Liste eingetragen war ... somit schlief der Chauffeur noch wacker, schiebte einen Freitag und der Lastwagen mit der Abfüllanlage war noch auf dem Parking. Da stand ich mit den 7 Helfern da wie ein Idiot. Da hatte ich ein Donnerwetter über die Logistik herabgelassen und der Chauffeur wurde persönlich durch den Inhaber geweckt. Dieser kam ab einer Hochzeit im Thurgauischen ... aber um 12.45 ist er in Liesberg angekommen mit 4.45 Stunden Verspätung und nebenbei hat er mir noch meinen Briefkasten mitgenommen mit dem Laster, aber alles war verziehen, da wir endlich abfüllen konnten. Ja um 21 Uhr waren wir am Ende und 4500 Flaschen waren abgefüllt, 5 verschiedene Weine, 4 weisse und ein roter. Eigentlich sehr wenig, da der grösste Teil schon reserviert ist. Somit tun sie gut, so schnell wie möglich eine Bestellung durchzugeben, denn nach dem Etiketieren wird es schnell geliefert und der weisse 2006er schmeckt hervorragend .... also, macht es gut und viel Glück!!!

15.5.2007 Heute Ende Nachmittag von 5 bis 7 lädt die Handelskammer vom Kanton Jura und Berner Jura (www.ccij.ch) zum traditionellen Kontakt-Imbiss ein. Von 1200 angeschriebene Personen haben sich über 200 angemeldet. Die persönliche Kontaktpflege zwischen den Wirtschaftsführern der Region steht auf erster Priorität. Zur Begleitung werden "délices" bzw. chinesische "Mümpfeli" und der Wein von Montsevelier serviert. Ausgeschenkt wird der Montsevelier Gewürztraminer 2004 und der Cuvée de Saint-Martin 2003. Wir wünschen den Organisatoren viel Erfolg!

6.5.2007 Die paar Tropfen von gestern  (15 mm) haben mich gefreut, jedoch deckt es das Defizit nicht. Die letztenTage waren sehr aktiv: 750 neue Rebsöcke wurden gepflanzt, eine grosser Schritt in die Zukunft. Viele neue Rebsorten: 3 Sorten für Tafeltrauben und 3 für die Weinbereitung, alle hochresistent gegen den falschen Mehltau (Peronospora) und den echten Mehltau (Uncinula necator). Mehr und mehr werden die traditionellen Rebsorten durch resistente Sorten ersetzt, Ausreden gibt es keine mehr, denn die Palette von verschiedenen Sorten ist nun so gross, dass die meisten Geschmacksrichtungen abgedeckt sind. So wird die Verwendung der chemischen Keule gegen Pilzkrankheiten im Rebberg überflüssig. Die Parzellen von Martin Buser in Liesberg (52 a) sind zu 100% mit resistenten Sorten bepflanzt, in Montsevelier (30 a) sind es schon 75% und in Ötlingen (15 a)  50%. Ein definitiv montiertes Bewässerungssystem wurde in allen neuen Bepflanzungen installiert, denn der Klimawandel bringt grössere Tockenperioden mit sich und der Trockenstress fördert weder die Traubenqualität noch der Gesundheitszustand der Reben, wir sind für die Zukunft gewappnet !!

30.4.2007 Die Gewitter haben sich verzogen und haben kaum ein paar Tropfen hinterlassen, viel zu wenig um die Reben zu fördern. Eine neue Parzelle wurde bepflanzt: ca 600 Reben und 6 neue Sorten. Da die Frühlings- und Sommerniederschläge immer spärlicher ausfallen, habe ich beschlossen, überall ein definitiv montiertes Tropfsystem zu montieren, so wird es möglich sein, ausgeglichene und gute Verhältnisse zu haben für eine perfekte Traubenproduktion. Nur so kann man optimal von der Sonne profiteren. Noch diese Woche fange ich in Liesberg damit an ...

22.4.2007: Während meinen Orchideen-Abenteuer-Reisen ist das Gras gewachsen, der warme Frühling hat alles früher austreiben lassen, denn wir haben so 3 - 4 Wochen Vorsprung auf ein "Normaljahr". So musste ich schon das erste Mal zwischen den Reben mulchen. Es ist total erstaunlich, dass zwischen meinen 3 Standorten von Montsevelier, Liesberg und Ötlingen praktisch keinen Unterschied besteht im Bezug auf den Austrieb. Der Zustand der Reben in Ötlingen auf 290 m üM ist der selbe wie an den beiden andern Standorten auf 550 m üM. Ungeduldig warten wir auf den Regen, die oberflächliche Austrocknung der Böden hat jetzt einen Vegetationsstop bewirkt.

Vom 30. März bis zum 16. April 2007 hat mich die Orchideen-Abenteuer-Reise an den Monte Gargano geführt. Dort habe ich mein neues GPS-Gerät ausgetestet. Danach besuchte ich die ionischen Inseln Zakynthos, Kefalonia, Ithaka, Lefkara, une das kontinentale Griechenland, die albanische Küste, Montenegro, Kroatien, mit den dalmatischen Inseln Perjesac, Korkula, Hvar und die Gegend von Split - Primosten. 18 Mal wurde das Auto auf ein Schiff verladen, manchmal nur für weniger als 100 m zur Flussüberquerung auf ein Floss ...... Und die Orchideenfunde waren wunderschön. Unter den schönsten sind zu verzeichnen Ophrys gottfriediana, cephalonica, herae, montenegrina, helenae, leucadica, rhodostephane, reinholdii, attica, liburnica, incantata, macedonica, pharia, bertolinii und die bemerkenswerteste Ophrys flavicans, die hier unten abgebildet ist:

Ein anderes Exkursionsziel war vom 21. - 24. März 2007 die Gegend von Malaga mit dem Ziel, endlich Ophrys atlantica zu finden. Dies ist mir gelungen und meinerseits glaube ich, dass es sich da um die speziellste und imposanteste Ophrys handelt ... sie können selbs sich davon überzeugen!

Am Wochenende vom 8. - 11.3.2007 habe ich eine Kurzexkursion nach Malta gemacht, da ich noch für meine genetische und fotographische Sammlung Ophrys melitensis und Ophrys mesaritica brauchte, sehen sie selbst, wie schön diese Pflanzen sind:

Die Aufnahme stammt von einem Standort, der nicht in der Literatur beschrieben ist. In einer intensiven Recherche habe ich die Hauptinsel Malta kleinmaschig erforscht und weitere Standorte gefunden. Was auch zu bemerken war, sind die klimatischen Bedingungen an diesem Wochenende: Jura +20° C und wunderbares Sonnenwetter, Malta 11° C, Wind und Regen ...

1.3.2007 So jetzt ist alles geschnitten und angebunden. Neue Federausleger für die Drähte sind auch schon bereit und installiert ... jetzt ist zu spät für einen Rebschneidekurs ... man kann sich für das nächste Jahr einschreiben. Jetzt ist die Zeit gekommen, wo man getrost auch mal Ferien machen kann. Die Temperaturen im Keller steigen, so dass die Eichenfässer auch immer schön voll sind und sogar ein wenig Überdruck haben, also kann man auch länger den Rücken kehren bis Ende April !!!

20.2.2007 Mit diesem Frühlingswetter zieht es mich nach draussen... die Reben sind bald fertig geschnitten und angebunden, wer sich also noch weiterbilden möchte, muss aber sich schnell melden, es hat nur noch 3-4 Linien zu machen!  Zudem bin ich daran das Drahtsystem zu revidieren. Überall werden an den paarigen Drähten Auslegerfedern eingebaut, so dass die Laubarbeit im Sommer einfacher und schneller gemacht werden kann. Es wird auch noch schöner aussehen !! Zudem rode ich noch eine Hecke und einen Waldrand, damit dort im Frühling neu angepflanzt werden kann.

4.2.2007 Der Rebschnitt ist schon toll fortgeschritten: Ötlingen ist schon gemacht, Montsevelier auch und Liesberg ist schon gut fortgeschritten. Bei diesem tollen Wetter muss man profitieren. Wer Interesse hat, einen Rebschneidekurs zu machen, der kann sich bei mir unter 079 358 77 53 melden. Es werden verschiedenen Schnitte gezeigt und auch für praktische Übung ist gesorgt, von den kleinen Jungreben bis zu den Altreben ist alles möglich. Also, interessiert?

Ja, am 2. und 3. Januar 2007 habe ich alle Weine, die seit November in der Kälte hinter dem Haus standen, habe ich abgezogen, dekantiert und in den Keller gepumpt. Dort haben sie in der Kälte den Weinstein abgesetzt Jetzt sind die Weine schon fast klar und degustativ sehr viel versprechend. Wer also seine Flaschen auf Nummer sicher im Juni geliefert haben will, der muss jetzt seine gewünschte Anzahl reservieren !!! Also in die Tasten meine Damen und Herren.

Frohe Festtage und zudem wünsche ich Ihnen schöne Momente mit den Eigenen. Die Vergangenheit kommt nicht mehr zurück, die Zukunft ist ungewiss, man weiss nicht wie lange man noch eine Zukunft hat, da das Leben endlich ist. Deshalb wünsch ich Ihnen die Gegenwart voll zu leben, dies ist einfach gesagt oder geschrieben, aber es zu leben ist oft schwieriger. Deshalb hoffe ich für 2007 allen viel Kraft und Gesundheit, um solche Vorhaben umsetzen zu können!!!

Das frühlingsartige Wetter hält an und hinterlässt erste sichtbare Zeichen: Die Forsythien in Liesberg blühen und die Vögel singen am Morgen, d.h. sie werden schon territorial und dies ist die Vorstufe der Bruttätigkeit !  Wie soll es weitergehen? Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Frosthärte (auch der Reben) dadurch nachlässt und wenn im Januar oder Februar ein Kälteeinbruch kommt, dann werden unweigerlich Frostschäden zu verzeichnen sein.

 Bei diesen Temperaturen und dem trockenen Wetter habe ich schon mit dem Rebschnitt begonnen und das Holz ist reif, so dass keine zusätzlichen Risiken existieren für einen frühen Schnitt!!! Am 22. Dezember 2006 habe ich die Reben in Ötlingen schon fertig geschnitten und angebunden, Anfang Januar 2007 gehen wir dann nach Montsevelier.

Heute, am Martini-Montag 13. November 2006, werden die Assemblagen "Cuvée de Saint-Martin 2005" gemacht. Aus meinen verschiedenen Lagen, verschiedenen Rebsorten, die separat in Eichenfässern während 12 Monaten sich entwickelten, wird jetzt die Cuvée geschaffen. Die Assemblage wird noch weitere 18 Monate gemeinsam in einem Inox-Tank sich verheiraten, im 2008 wird sie dann abgefüllt in Flaschen und erst 2009 wird sie meinen Kunden angeboten. Das ist der Werdegang eines gut lagerfähigen und vollmundigen Weines.

Zugleich werden heute auch die Jungweine 2006 separat in die Barriques gebracht. 2 neue Barriques werden zu den andern gegeben, ein gutes Mischverhältnis damit der Holzton nicht überwiegt.

Das 6. Winzerfest am 29. Oktober war ein Erfolg. Der angesagte Regen ist nicht eingetroffen, die Temperaturen waren angenehm. Viele interessante Leute sind gekommen und zusammen waren wir eine sympatische Gesellschaft von Weinliebhabern, Freunden, Winzern und andern Fachsimplern ... die Bilder zeigen wie es war !!!

die Lesehelferinnen ...

eine lustigeTisch-runde

und
die Winzer-freunde

WUNDERBAR, DIE RESULTATE DER TRAUBENLESE 2006, ALLES IST JETZT IM KELLER!!! DER ZUCKERGEHALT WAR ERSTAUNLICH HOCH, VON 75 BIS 89° OECHSLE FÜR DIE WEISSEN, VON 84 BIS 94° FÜR DIE ROTEN SORTEN UND ZUDEM SAUBERES GESUNDES TRAUBENGUT !!!!

DIE TRAUBENLESE HAT AM 22. SEPTEMBER MIT DEN FRÜHEN WEISSEN SORTEN BEGONNEN UND DIE ZUCKERWERTE SIND SEHR HOCH (82° Oe IM DURCHSCHNITT). DANACH KAMEN DIE MITTLEREN UND SPÄTEREN WEISSEN, SCHLUSSENDLICH WAREN DIE ROTEN DRAN, AM SAMSTAG DEN 14. OKTOBER HABEN WIR DIE LETZTEN TRAUBEN IN SICHERHEIT GEBRACHT, 4500 KG WURDEN GEERNTET. DIE ÄNGSTE WEGEN DES REGENS SIND VERGESSEN, DIE LETZTEN SCHÖNEN TAGE HABEN DIE TRAUBEN REIFEN LASSEN. DIE TRAUBENQUALITÄT IST EXZELLENT UND DER JAHRGANG WIRD AUSSERORDENTLICH, DA ALLE KOMPONENTEN DAZU (WASSER, SONNE, TEMPERATUR ETC.) IN EINEM OPTIMALEN GEMISCH VORHANDEN WAREN. DER WUNSCH FÜR NOCH EIN PAAR SCHÖNE HERBSTTAGE WURDE ERHÖRT, DIE GÄRUNG IST IM GANGE, SO DASS WIR IHNEN BALD AUCH EINEN EXZELLENTEN WEIN DES JAHRGANGES 2006 ANBIETEN KÖNNEN !!!!!

Die Kontrolle der Zuckergehalte hat am 7. September 2006 folgende Resultate in Montsevelier gezeigt: Saphira 70° Oechsle, Siegerrebe 65° Oe, Solaris 85° Oe, Riesling x Sylvaner 68° Oe, Gewürztraminer 67° Oe, VB 11-65 60°, VB 11-11-91 nur 55° Oe und die roten Sorten im Durchschnitt 80° Oe. Dies sind schon respektable Zuckeranteile, wenn man bedenkt, dass es noch keine einzige faule Traube im Rebberg hat. So wird es möglich sein, diese noch eine Zeit hängen zu lassen, denn die Zeit drängt nicht, wir sind Anfang September und der Gesundheitszustand ist perfekt. So gedenke ich Solaris, Sieger und 11-65 so gegen Ende September zu lesen, Solaris wird dann 100° überschritten haben, dann kommt 32-07 in Liesberg mit ca 100° dran, danach die mittleren Weissen mit 85° Anfang Oktober, die Roten mit gegen 100° Mitte Oktober und schlussendlich  Saphira mit ungefähr 110° so um den  20. Oktober. Hoffentlich bleibt das Wetter so wie es jetzt ist, ein richtig schöner Herbst ...

Die letzten Tage waren sehr sonnig (15 bis 25. August), obwohl rund herum Regen zu verzeichnen war, dies zeigt ein effektives Mikroklima für die Reben. Jedoch heute Sonntag 27. fällt uns der Himmel auf die Erde ... Der Farbumschlag bei den roten Trauben ist seit dem 18. vollzogen, die Weissen werden transparent, höchste Zeit für das Vogelnetz. In Montsevelier wurde es am 21. August in Betrieb genommen, dort deckt ein Netz (25 x 25 mm) integral die gesamte Fläche und wird an einem elektrischen Flexinet am Boden befestigt, welches gegen Rehe, Füchse, Dachse und andere Traubenliebhaber für Schutz sorgen soll. Auf den andern Parzellen in Liesberg wurde am 26. August alles gedeckt. Die Regenperiode jetzt hilft die Beeren zu füllen, jedoch zuviel Regen fördert Fäulniss, der Boden ist wieder feucht, so 100 l / m2 innert 3 Woche helfen da schon. Die Hitzewelle war gut und hat den Reifungsprozess schnell vorwärts gebracht. Das Blattwerk ist wunderschön, die Assimilation ist im Gange. Die Blattarbeit ist schon  fertig, die Reben sind in einem wunderbaren Gesundheitszustand, hoffentlich bleibt es so, jetzt wäre ein Hagel eine absolute Katastrophe ....

Hier die Sicht auf die Reben von Montsevelier Mitte August 2006

Der Sommer 2006 hat den Rückstand aufgeholt und wir bauchen keine Produktionsbeschränkung mehr durchführen: Die Windböen der Gewitter vom 25. Juni haben ca. 50% der Triebe abgeschlagen in Liesberg, der Hagel vom 18. Juni haben eine Reduktion von 30% in Montsevelier bewirkt, die Menge ist also schon "natürlich" beschränkt worden ......

Unglaublich, aber wahr: 2 Exemplare von Ophrys apifera, der Bienenragwurz, blühen jetzt im Rebberg von Liesberg (Fotos vom 15.6.06):

Die aktuelle Wärme lässt die Reben den Rückstand aufholen ... Das kalte Wetter hatte das Wachstum der Reben gestoppt, aber ... Das Weinjahr 2006 begann sehr spät, ist verregnet und temperiert. Dies hat den Vorteil, dass die Jungreben sehr gut anwachsen, jedoch haben wir einen Vegetationsrückstand für die Ertragsreben gegenüber den letzten 5 Jahren. Die lang anhaltende Schneedecke durch den vergangenen Winter hat die Wühlmäuse begünstigt, viele Ertragsreben wurden im Erdreich an der Wurzel bis zum Stamm abgefressen, der Schaden ist gross. Wir können nur noch hoffen... und den trinkreifen "Cuvée de Saint-Martin" Jahrgang 2003 degustieren ...

Zurück aus den Ferien ... die Suche nach den seltenen Ophrys (Erdorchideen) in Tunesien, Malta und Sizilien war mehr als erfolgreich ... und schon muss man an die Zukunft denken: es ist Pflanzzeit ... die neuen Parzellen warten nicht länger ...

Die Kellertemperaturen steigen langsam, was die Expansion des Rotweines in den Eichenfässern bewirkt. Dies ist der einzige Moment im Jahr, wo man getrost ein paar Wochen in die Ferien kann ... Der rote Barriquewein "Cuvée de Saint-Martin" 2003 hat eine enorme Entwicklung in diesem Winter durchgemacht. Die natürliche Temperaturschwankung im Keller hat einen Teil der Tannine abgebaut und jetzt präsentiert er sich als sehr runden, tiefen, breiten und kräftigen Rotwein. Von diesem ausserordentlichen Jahrgang können sie nun noch profitieren, bestellen sie jetzt, so lange der Vorrat noch ausreicht.

Im 2006 ist ein Jahr des Umbruches. Im Rahmen der Forschungsaufträge der IPREVITIS werden gewisse Rebsorten, die die Bedingungen für einen chemiefreien Anbau nicht vollumfänglich erfüllen, ersetzt durch neuere Sorten aus den internationalen Kompetenzzentren (Cabernet Carol - Cabernet Cortis etc.). Die scheidenden Rebsorten haben die Kriterien nicht erreicht: diese sind die Resistenz auf den echten und den falschen Mehltau, die Botrytis-Anfälligkeit, übermässiger Zeitaufwand beim Anbau, degustative Qulitäten des Traubengutes, späte Reife, zu früher Austrieb etc. Neu wurde in diesem Rahmen eine kleine Rebparzelle in der Gemeinde Ötlingen (Deutschland) einbezogen worden. Dort auf knapp 300 m üM und Süd-Lage können mediterranere Rebsorten wie Nebbiolo, Dolcetto, Sangiovese, Arneis, Merlot, Syrah etc. angepflanzt werden, damit eine Serie Kreuzungen mit früherreifen resistenten Rebsorten durchgeführt werden kann. Auch eine weitere Parzelle konnte dort gepachtet werden, aktuell bestockt mit Gutedel, jedoch ist es vorgesehen, dass via Grünveredelung ein Teil schnellstens mit resistenten Sorten bepflanzt werden. Übrigens ist der Weinberg auf der Südseite des Tüllingerhügels der früheste Weinberg der Schweiz, jetzt gehört nur noch ein kleiner Teil der Schweiz (obwohl einige ha in Schweizerhand sind), der Schlipf. Früher gehörte das ganze klimatisch begünstigte Gebiet zum Erzbistum Basel ...

Die Reben sind schon seit Mitte Januar geschnitten, sowohl die von Liesberg wie die von Montsevelier. Diese schönen Tage haben wir genutzt, die Sonne war so warm am Nachmittag, jetzt kann nur noch der Frühling einziehen .... und jetzt bereiten wir schon für die neuen Pflanzungen des Jahres vor.

Ja, ein paar Tage über die Feiertage in den Piemont und an die Côte d'Azur, das erste für den Gaumen "eichen", das andere um den Frühling zu verspüren (es hatte echte 21° C ...).

Der Jahrgang 2005 "Cuvée de Saint-Martin" ist in den Barriques und verspricht grosses, jedoch wird dieser Rote erst 2007 bzw. 2008  marktreif sein. Zwischenzeitlich ist der 2003 zum Verkauf bereit, Weissen ist nicht mehr erhältlich, oder nur mit grossen Ausnahmen.

Der Jahrgang 2004 "Cuvée de Saint-Martin" ist fertig, reift nach 12 Monaten in den Barriques jetzt weiterhin noch 18 Monate in den Stahltanks in der richtigen Temperatur unter steter Kontrolle.

Das 5. Winzerfest vom 30. Oktober 2005 war ein grosser Erfolg. Das Wetter, die spätsommerlichen Temperaturen, die Musik, die angenehmen Freunde des guten Weines und die neue Infrastruktur haben zum Erfolg beigetragen.

und der Musiker: Gérard Kummer

auch der Nachwuchs wird gefördert: